Inflation und Inflationsrate einfach erklärt!

Jan 3, 2021
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Vielen Monito-Lesern fällt es schwer, die Themen „Inflation“, „Deflation“ und „Inflationsraten“ zu verstehen. Dabei handelt es sich jedoch um Teile der finanziellen Grundbildung, die sehr wichtig für die Verwaltung der eigenen Ersparnisse sind.

Was Inflation genau bedeutet und ob Sie sich als Verbraucher davor schützen müssen, erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber. Außerdem erklären wir Ihnen die Gründe, warum Sie auch nach der COVID19-Pandemie keine stärkere Inflation erwarten sollten.

Info: Gerade durch die wirtschaftlichen Schäden der Corona-Krise haben viele Menschen Sorgen vor einer ansteigenden Inflationsrate in der Eurozone. Die Gründe dafür sind unter anderem die steigenden Staatsverschuldungen, Negativzinsen und die rasant steigenden Geldmenge in der Eurozone. Obwohl die meisten Finanzexperten darin kein größeres Risiko sehen, finden wir, dass jeder Verbraucher wissen sollte, was eine Inflation ist, wie diese entsteht und wie Geld inflationssicher gelagert werden kann. Nur so können Sie informierte Entscheidungen treffen, wenn es um Ihr eigenes Geld geht und insgesamt mehr davon haben!

Was ist eine Inflation und warum ist sie wichtig?

Das Grundprinzip der Inflation lässt sich einfach erklären: Durch Preiserhöhungen verliert Geld an Wert. Wenn es eine Inflation in einem Land gibt, können Sie für dieselbe Summe Geld am Anfang Ende eines Jahres weniger dafür kaufen als am Anfang eines Jahres, da die Preise für Leistungen und Güter insgesamt gestiegen sind.

Dabei ist eine mäßige Inflation keinesfalls schlecht, sondern sogar erwünscht. Denn nur wenn Konsumenten Preissteigerungen erwarten, tendieren sie dazu, Anschaffungen von Produkten und Leistungen zu priorisieren. Das hat den Effekt, dass der Konsum in einer Volkswirtschaft tendenziell zunimmt und sich diese langfristig positiver entwickelt.

Daher versuchen Notenbanken, wie die EZB, die Inflationsrate möglichst stabil bei einem „gesunden“ Wert von ca. 2 % zu behalten. Damit dies gelingt, greifen sie zu gezielten Investmentprogrammen und anderen Maßnahmen, um die Inflationsrate in einer Region zu erhöhen oder zu senken.

Wie wird Inflation gemessen? – Der Durchschnittswarenkorb

Die Inflationsrate wird am sogenannten „Durchschnittswarenkorb“ gemessen. Dieser beinhaltet ca. 650 Güter und Dienstleistungen, die der durchschnittlichen Nachfrage in einer Volkswirtschaft entsprechen. Einzelne Preisänderungen haben daher nur einen relativ geringen Effekt auf die Inflationsrate. Dies ist wichtig, damit Lieferengpässe, steigende Nachfragen oder ähnliche Szenarien in einem einzelnen Wirtschaftssektor, keinen zu großen Einfluss auf die Inflationsrate haben. Im Durchschnittswarenkorb befinden sich von Bienenhonig bis Polstergarnituren, nahezu alle Anschaffungen, die ein durchschnittlicher Haushalt tätigen könnte. Die Inflationsrate steigt also nur dann, wenn die Artikel im Warenkorb im Durchschnitt teurer werden.

Wie hoch sind die Inflationsraten in Deutschland und der Eurozone:

In Europa gibt es eine tendenziell zu niedrige Inflationsrate. Die EZB versucht daher seit Jahren durch die Herausgabe von „frischem“ Geld an die Finanzmärkte für eine höhere Inflationsrate zu sorgen. Dass dies bisher nur mäßig erfolgreich war, können Sie den historischen Inflationsraten in der Eurozone oder in Deutschland entnehmen. Wir haben die Inflationsraten der letzten Monate in unserer Grafik für Sie visualisiert.  

Deflation – das Gegenteil der Inflation

Steigen die Preise in einer Volkswirtschaft nicht oder sinken sie sogar, hat dies oft negative Konsequenzen. Denn wenn Konsumenten nicht mehr mit steigenden Preisen rechnen, werden sie zurückhaltender bei der Planung von neuen Anschaffungen. Das schwächt die Wirtschaft und sorgt für einen negativen Gesamtausblick.

Den Preisverfall nennt man „Deflation“. Oft ist eine Deflation auf einen zu starken Anstieg des Angebots an Gütern oder auf einen Rückgang der Nachfrage zurückzuführen. Diese ist auch daher so gefährlich, da mit einer schwachen Wirtschaft in der Regel vermehrt Stellen abgebaut werden. So kann es dazu kommen, dass die Nachfrage nach Gütern immer weiter abnimmt und ein Kreislauf negativer Wirtschaftsentwicklung entsteht.

Im Idealfall kommt es in gesunden Volkswirtschaften aber erst gar nicht zur Deflation. Notenbanken reagieren nämlich oft sehr schnell auf Änderungen in der Inflationsrate und beginnen oft bereits bei geringen Abweichungen von den Idealwerten mit Maßnahmen, die der negativen Entwicklung entgegenwirken sollen.

Wieso eine höhere Inflation im Zuge der Corona-Krise unwahrscheinlich ist

Die COVID19-Pandemie stellt viele Staaten an ihre wirtschaftlichen Belastungsgrenzen und ist damit auch eine Gefahr für das wirtschaftliche Wohlergehen der Gesellschaft. In der Eurozone lag das zirkulierende Geldvolumen Ende 2020 ca. 15 % höher als Ende 2019. Zudem sind die bereits hoch verschuldeten EU-Mitgliedsstaaten Italien, Spanien, Frankreich und Portugal von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie am meisten betroffen – Ein Aspekt, der die gesamte Eurozone belastet und vor eine gemeinsame wirtschaftliche Herausforderung stellt.

Viele Menschen haben nun Angst, dass eine stärkere Inflation bevorstehen könnte. Allerdings ist dies zumindest mittelfristig unwahrscheinlich. Denn da viele Menschen im Zuge der Corona-Krise ihre Arbeitsstellen verloren haben, sank auch die Konsumfreude. Daher fiel die Inflationsrate sogar und ist mit aktuell – 0,30 % in der Eurozone deutlich negativ. Wie wir bereits erklärt haben, ist dies aber kein positives Zeichen für die wirtschaftliche Entwicklung. Die meisten Finanzexperten sehen größere Gefahren in einer Deflation durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie.

Allerdings ist es auch unwahrscheinlich, dass es zu langfristigen negativen Folgen kommt. Laut dem „Recovery-Dashboard“ von dem statistischen Amt der Europäischen Union „Eurostat“, können in vielen Wirtschaftsbereichen bereits wieder positive Entwicklungen festgestellt werden. Es wirkt auf die meisten Finanzexperten wahrscheinlich, dass die EU die Schäden der Corona-Krise über die nächsten Jahre erfolgreich sanieren kann und einem langfristigen Wachstum mit einer gesunden Inflationsrate, nichts im Weg steht.

Wie schützen sich Verbraucher vor Inflation?

Wir haben bereits ausgiebig erklärt, dass Inflation wichtig für das Wohlergehen von Volkswirtschaften ist. Sie sollten daher damit rechnen, dass Notenbanken und Regierungen alles dafür tun werden, um die Inflationsraten in einem Land bei konstanten 2 % zu halten.

Fakt ist also: Ihr Vermögen verliert jedes Jahr an Wert, wenn Sie es einfach nur auf der Bank liegen lassen. Bis vor einigen Jahren, konnten mit den erzielten Zinsen auf Bankeinlagen noch genügend Erträge erzielt werden, um die Inflation auszugleichen. Heutzutage sollten Sie damit rechnen, dass Sie keine Zinsen auf Ihre Bankeinlagen erhalten und Ihr volles Kapital den Folgen einer jährlichen Inflation ausgesetzt ist.

Bei Ersparnissen von 15.000 Euro und einer Inflationsrate von 2,0 % würde dies bedeutet, dass Sie 300 Euro pro Jahr „verlieren“, wenn Sie Ihr Geld nur auf der Bank liegen lassen. Ersparnisse für die Altersvorsorge sollten Sie daher möglichst inflationssicher anlegen. Dafür gibt es verschiedene Optionen, wie zum Beispiel:

  • Immobilien
  • Edelmetalle
  • Konservative ETFs (Börsengehandelte Indexfonds ohne hohe Verwaltungsgebühren)
  • Anleihen von finanziell stabilen Unternehmen.

Wichtig ist, dass Sie die Risiken und zu erwarteten Renditen auf Ihr persönliches Risikoprofil anpassen. Nur so können Sie sichergehen, dass Ihr Vermögen ideal angelegt ist und Sie sich um das Thema Inflation keine Gedanken mehr machen müssen. Auch Kryptowährungen schützen vor Inflation. Allerdings sollten Sie sich auch bei diesem Thema professionelle Hilfe holen, um Ihre Risiken zu minimieren. Wenn Sie sich für Kryptowährungen interessieren, sollten Sie einen Blick auf unser Bitwala-Review werfen.

INFO: Das gesamte Monito-Team glaubt daran, dass man wichtige Entscheidungen, wie Geldtransfers, Kontoeröffnungen oder Geldanlagen nur treffen sollte, wenn man sich ideal informiert hat. Da wir selbst (noch) keine Investment-Experten sind, können wir diese Sektion nicht weiter ausführen. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich auf seriösen Informationsportalen und bei unabhängigen Experten zu informieren, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn es um Ihre Ersparnisse geht.

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