Haus in Schweden kaufen: Darauf kommt es an

Jan 12, 2022
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Schweden ist für seine einzigartige Natur, beeindruckendes Wildleben und lebhafte Metropolen bekannt. Die Lebensqualität ist im gesamten Land sehr hoch. Kein Wunder, dass viele Menschen nach Schweden auswandern und das Land als Destination sehr beliebt ist.

Aber auch als Zweitwohnsitz lässt Schweden die Herzen vieler Naturliebhaber höherschlagen. Wer ein Haus oder eine Wohnung in Schweden kaufen möchte, sollte jedoch einige Sachen beachten. Denn das Kaufen von Immobilien in Schweden ist anders als in Deutschland.

Was Sie dabei beachten müssen und wo Sie die besten Angebote finden, erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber. Viel Spaß! 💸

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Haus in Schweden kaufen: Fakten im Überblick

  • ·In Schweden gibt es zahlreiche schöne Ferienhäuser, die besonders für Naturliebhaber interessant sind.
  • Die Immobilienpreise variieren stark. Während der dichtbesiedelte Süden eher teuer ist, sind im dünnbesiedelten Norden noch Schnäppchen zu haben.
  • Die Nebenkosten beim Immobilienerwerb in Schweden sind für Käufer gering. Das ist einer der Gründe, weshalb das Land als Standort für einen Zweitwohnsitz sehr beliebt ist.
  • Wer nur einen Zweitwohnsitz in Schweden haben möchte, darf nicht länger als 6 Monate pro Jahr dort leben – auch nicht, wenn man bereits eine Immobilie vor Ort besitzt.

Wer kann in Schweden Immobilien kaufen?

Grundsätzlich kann jeder in Schweden Immobilien kaufen. Bis zum Jahr 2000 war dies Personen mit schwedischem Hauptwohnsitz vorbehalten. Inzwischen ist der Erwerb von Immobilien auch für Zweitwohnsitze oder als Investment problemlos möglich.

Mit der deutschen Staatsbürgerschaft darf man sich außerdem unbegrenzt lange in Schweden aufhalten. Bei einem Aufenthalt von über 6 Monaten im Jahr in Schweden, gilt das Land als Hauptwohnsitz. Das kann wiederum steuerliche Konsequenzen haben. Besitzt man ein Ferienhaus in Schweden und ist nicht in Deutschland berufstätig, neigt man leicht dazu, die Zeit zu vergessen und länger vor Ort zu bleiben als eigentlich gedacht.

Die Aufenthaltslänge sollte man jedoch jederzeit im Blick haben und sie ggf. mit einem Steuerberater besprechen.

In welchen Regionen sollte man ein Ferienhaus kaufen?

Wer eine Immobilie für einen Zweitwohnsitz oder als Ferienunterkunft sucht, möchte vermutlich in der Natur leben. Dort sind Ferienhäuser teilweise noch sehr günstig und oftmals für einen Bruchteil des Preises einer gleichwertigen Immobilie in Stockholm, Malmö oder Göteborg zu haben. Tatsächlich sind viele Immobilien im ländlichen Schweden sehr günstig für das, was sie bieten.

Welche Regionen interessant sind, hängt stark von den eigenen Wünschen ab.

Abgelegenes Haus am See:

Schweden hat Zehntausende Seen und damit mehr als viele andere Länder. Möchte man den typischen Traum einer abgelegenen Wohnung an einem See leben, bieten sich daher viele Regionen an. Besonders empfehlenswert und begehrt sind Småland und Värmlands län. Während die Region Småland mit ihrer wald- und seenreichen Natur bei Urlaubern besonders beliebt ist, ist Värmlands län eine gigantische Naturattraktion, die etwas unter dem Radar liegt. Kanufahrer lieben die Tausenden Seen der Region – beste Voraussetzungen für ein ruhiges Plätzchen für das Haus am See.

Abgelegenes Haus im Norden:

Der Norden Schwedens zeichnet sich durch eine noch geringere Bevölkerungsdichte und ein polares Klima aus. Wer hier eine Immobilie kaufen möchte, muss sich vorbereitet haben. Die Winter sind durch extreme Kälte und kurze Tage sehr belastend. Außerdem gibt es in der Region oft das Gefühl, abgeschieden von der Zivilisation zu leben. Einen Vorteil hat das Leben in Nordschweden jedoch: Ferienhäuser sind oftmals sehr günstig und bieten direkten Zugang zur unberührten Natur.

Strandhaus für den Sommerurlaub:

Für Ferienhäuser in Strandnähe sind die Küstenregionen in Südschweden ideal. Dort erwartet man im Sommer Wassertemperaturen von bis zu 20 °C. Das sind zwar keine idealen Temperaturen für einen Badeurlaub, aber es reicht oftmals für eine Abkühlung im Sommer. Dazu sind die Metropolen Südschwedens bestens an europäische Großstädte angebunden. In vielen Fällen gibt es tägliche Flüge. Die Südküste lässt sich außerdem bequem per Fähre erreichen.

Einfaches Ferienhaus für einen spontanen Kurzurlaub

Ferienhäuser für einen Wochenendtrip gibt es insbesondere in Südschweden. Denn diese Region lässt sich mit einer einfachen Fährüberfahrt in wenigen Stunden von Norddeutschland aus erreichen. Es gibt zahlreiche Strecken und die ideale Route hängt stark von dem eigenen Wohnort in Deutschland ab. Die kürzeste Überfahrt geht von Sassnitz nach Trelleborg und dauert etwa vier Stunden. Außerdem ist der Süden Schwedens klimatisch deutlich milder als der Rest des Landes. Und auch an Wintertagen gibt es bis zu 7 Stunden Tageslicht.

Wie teuer sind Ferienhäuser in Schweden?

Die Preise von Ferienhäusern in Schweden variieren stark. Während der verhältnismäßig dichtbesiedelte Süden des Landes relativ teuer ist, kann man im Norden wahre Schnäppchen machen. Kleinere Häuser im ländlichen Nordschweden gibt es bereits ab 20.000 € - Luxus ist dafür jedoch nicht zu erwarten. Etwas größere Häuser mit Innentoilette beginnen ab 50.000 €.

Möchte man in Südschweden in der Nähe der schwedischen Großstädte Malmö oder Göteborg unterkommen, liegen diese Preise in weiter Ferne. Dort beginnen simple Häuser mit Innentoilette meist ab 200.000 €. Ein guter Kompromiss ist Småland mit qualitativ guten Häusern ab 100.000 €.

Die Preise können aber stark variieren. Mit etwas Recherche lassen sich zudem oft günstigere Angebote finden. Aufpassen sollte man vor vermeintlichen Schnäppchen, die aufgrund des Renovierungsbedarfs zu Kostenfallen werden können. Bedenken Sie bei geplanten Renovierungen außerdem immer, dass es in der Regel deutlich teurer ist, Material und Werkzeug in abgelegenen Regionen zu beschaffen.

Das Leben im ländlichen Schweden ist aber durchaus erschwinglich. Für den Traum eines abgelegenen Ferienhauses müssen Sie beim besten Willen kein Millionär sein.

Haus kaufen in Schweden als Deutscher: So geht’s

In Schweden werden Immobilien auf ähnliche Art und Weise gehandelt, wie in Deutschland. Es gibt jedoch ein paar Besonderheiten, die insbesondere ausländische Interessenten beachten sollten.

So kaufen Sie ein Ferienhaus in Schweden:

1. Ein geeignetes Objekt finden

Um eine geeignete Immobilie zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die wir später noch ausgiebig erklären. Simpel gesagt, sucht man entweder auf einem Immobilienportal oder beauftragt einen Makler damit, eine passende Immobilie zu finden.

2. Immobilie besichtigen

Im nächsten Schritt besichtigt man die Immobilie und stellt bei Bedarf fragen. Es ist bei Immobilienkäufen im Ausland immer sinnvoll, das Objekt mit einem Sachverständigen zu besichtigen. So stellt man sicher, dass der Preis fair ist und es keine versteckten Kosten gibt.

3. Gebot abgeben

In Schweden werden Immobilien meist mit einer Preisspanne angegeben. Interessenten können dann ihr Gebot abgeben. Der Verkäufer kann sich anschließend aussuchen, an welchen Bieter er die Immobilie verkaufen möchte.  

4. Kaufvertrag und Anzahlung

Im Anschluss unterzeichnen Käufer und Verkäufer den Kaufvertrag. Danach ist es üblich eine Anzahlung in Höhe von 2 – 10 % des Kaufpreises zu leisten. Die Höhe der Anzahlung müssen Verkäufer und Käufer untereinander ausmachen.

5. Administrative Aufgaben erledigen

Danach treffen sich Käufer und Verkäufer, um die administrativen Aufgaben des Verkaufs zu erledigen. Dazu gehören die Aufteilung der Nebenkosten, der Übertrag bestehender Mietverträge oder Hypotheken und mehr.

6. Zahlung des Kaufpreises und der Nebenkosten

Der Kaufpreis und die Nebenkosten werden nun vollständig bezahlt. Anschließend wird der Besitzerwechsel im Grundbuch vermerkt. Dazu muss der Kaufvertrag an die zuständige Behörde weitergeleitet werden.

Wo finde ich passende Immobilien für meine Anforderungen?

Wie bereits angemerkt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine passende Immobilie zu finden. Wenn Sie nicht gerade zufällig auf ein „Zu Verkaufen“ Schild stoßen, müssen Sie aktiv danach suchen. Wir erklären Ihnen die üblichen Wege. Die Suche ist in der Regel besonders erfolgreich, wenn man verschiedene Wege kombiniert. So kann man aus vielen Optionen wählen und erhöht die Chance, ein attraktives Objekt zu finden.

Immobiliensuche über einen Makler

In Schweden gibt es zahlreiche Immobilienmakler, die oftmals perfektes Englisch sprechen. Einige davon sprechen auch Deutsch und haben sich auf die Zusammenarbeit mit Personen aus der DACH-Region spezialisiert.

Makler haben meist ein bestehendes Angebot an Immobilien, das sie Interessenten anbieten können. Findet sich dabei kein geeignetes Objekt, besteht die Möglichkeit, einen Makler für die Immobiliensuche zu beauftragen. Dabei gibt es allerdings das Risiko, dass auch der Verkäufer einen Makler nutzt und somit doppelte Maklergebühren beim Kauf anfallen.

Immobiliensuche auf einem Immobilienportal

Die Immobiliensuche auf Immobilienportalen ist in Schweden der beliebteste Weg, passende Objekte zu finden. Genau wie in Deutschland, gibt es auch in Schweden zahlreiche Portale, die das gesamte Land abdecken.

Besonders beliebt sind diese:

  • Hemnet.se
  • Objektvision.se
  • Booli.se
  • Bovision.se
  • Svenskatorp.se
  • Blocket.se

Die Verhandlungssprache auf diesen Portalen ist Schwedisch. Allerdings sprechen viele Verkäufer auch Englisch. Falls man auf ernsthafte Probleme stößt, sollte man sich Unterstützung bei einem Übersetzer und / oder Makler suchen.

Kleinanzeigen und Zeitungsinserate

Nebenbei sollte man einen Blick auf Kleinanzeigen im Internet und in lokalen Zeitungen werfen. Dort findet man oft echte Schnäppchen. Der Facebook Marktplatz ist auch in Schweden sehr beliebt und ideal dafür, passende Inserate zu finden, die noch nicht sehr viel Aufmerksamkeit erhalten haben.

Wer Zugang zu lokalen Zeitungen hat, sollte ebenfalls auf die Seite für Inserate schauen und sich dort informieren. Zudem gibt es zahlreiche Internetportale für Kleinanzeigen in Schweden.

Welche Steuern und Nebenkosten gibt es beim Erwerb einer Immobilie in Schweden?

Beim Kaufen von Immobilien in Schweden gibt es einen erheblichen Vorteil für Käufer: Sie müssen keinerlei Makler- oder Notargebühren bezahlen. Dafür kommt in der Regel der Verkäufer auf. Die Nebenkosten sind daher verhältnismäßig gering und bestehen aus:

  • 1,5 % Grunderwerbsteuer (einmalig)
  • Grundbucheintragung (825 SEK)
  • 0,75 % Jährliche Steuern auf den Wert von Grund und Immobilie (Maximal 7687 SEK)

Fazit: Lohnt sich der Immobilienkauf in Schweden?

Schweden ist eine exzellente Destination für Zweitwohnsitze und bietet wunderschöne Immobilien im ganzen Land. Naturliebhaber kommen besonders auf ihre Kosten, denn in ländlichen Regionen sind die Immobilienpreise meist sehr attraktiv. Schweden ist ein landschaftlich sehr vielseitiges Land. Es ist daher wichtig, sich eine Region auszusuchen, die zu den eigenen Vorstellungen passt.

Wer ein Ferienhaus in Schweden sucht, sollte sich am besten auf lokalen Immobilienportalen informieren. Deutschsprachige Makler können Unterstützung bieten, falls die Sprachbarriere eine zu große Hürde darstellt.

Vor dem Kauf einer Immobilie in Schweden, sollten Sie sich definitiv einmal detailliert über den Kaufprozess informieren. Außerdem ist es empfehlenswert, eng mit einem Sachverständigen zusammenzuarbeiten, der den lokalen Markt kennt, Objekte bewerten kann und dafür sorgt, dass Sie Kostenfallen vermeiden.

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